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E-Scooter Mit Straßenzulassung: Wer Darf Welche E-Scooter Fahren?

E-Scooter mit Straßenzulassung: Wer darf welche E-Scooter fahren?

Zwar sieht man E-Scooter schon hin und wieder im Straßenverkehr, bisher ist das aber nicht legal. Das wird sich allerdings in den nächsten Wochen ändern! Das Gesetz steht in den Startlöchern und wird vermutlich bereits im Mai 2019 verabschiedet. Das heißt, dass wir bald ganz offiziell mit E-Scooter mit Straßenzulassung fahren dürfen.

Letztes Update: 17. April 2019

Welche E-Scooter mit Straßenzulassung gibt es?

Die folgenden E-Scooter werden aller Voraussicht nach ab der Verabschiedung des Gesetzes ganz legal auf deutschen Straßen fahren dürfen:

Sobald mir weitere E-Scooter bekannt sind, werde ich diese hier ergänzen.

Voraussichtliche Gesetzgebung ab Mai 2019

Bitte beachtet, dass sich auch hier noch immer in letzter Minute Änderungen ergeben können. Die folgenden Aussagen sind also noch nicht final. Momentan ist das Fahren mit Elektroscootern auf deutschen Straßen immer noch absolut illegal!

Wer darf E-Scooter in Deutschland fahren?

Die folgenden Personen werden aller Voraussicht nach E-Scooter in Deutschland legal fahren dürfen:

  • Die langsameren Roller mit einer Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h dürfen dann sogar Kinder ab 12 Jahren fahren.
  • Die schnelleren Roller mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h dürfen Kinder ab 14 Jahren fahren.

Erfreulich ist, dass die Schwellen in Vergleich zu vorherigen Gesetzesentwürfen deutlich gesenkt wurden und mehr Menschen die Möglichkeit gegeben wird einen E-Scooter zu fahren.

Gerade auch die langsameren E-Scooter finde ich interessant. Eine Geschwindigkeit von 12 km/h ist gar nicht so langsam und dann darf man zumindest auch ohne Probleme die Gehwege nutzen, was gerade in der Stadt mit dem starken Autoverkehr doch schon ein großer Vorteil ist.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Hersteller schnell entsprechende E-Scooter anbieten, welche eine Straßenzulassung bekommen können. Ich werde hier auf jeden Fall davon berichten und euch die verschiedenen E-Scooter vorstellen.

Benötigt man einen Führerschein, um einen E-Scooter zu fahren?

Es wird voraussichtlich keine Führerscheinpflicht für die E-Scooter geben.

Lediglich eine E-Scooter Versicherung (Haftpflichtversicherung) wird benötigt. Die Kosten für diese werden aller Voraussicht nach unter 100 Euro im Jahr liegen.

Wo dürfen E-Scooter gefahren werden?

  • E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit zwischen 6 bis maximal 12 km/h dürfen neben den Radwegen auch auf Fußgängerwegen gefahren werden! Das ist eine sehr erfreuliche Neuerung. Insofern kann man hoffen, dass es auch langsamere E-Scooter geben wird, die man dann auch auf Gehwegen fahren darf.
  • E-Scooter, welche eine Höchstgeschwindigkeit zwischen 12 bis maximal 20 km/h haben, dürfen hingegen nach wie vor nur auf Radwegen gefahren werden. Sollten diese nicht vorhanden sein, so muss auf die Straße ausgewichen werden.

Zudem wird es die Möglichkeit geben, dass bestimmte Verkehrsflächen speziell mit „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ gekennzeichnet werden können.

Sofern das Radfahren auf bestimmten Straßen verboten ist, so gilt dieses Verbot auch für E-Scooter.

Leider wird man mit E-Scootern nicht auf Fußgängerwegen fahren dürfen. Das ist gut, da so Fußgänger vor rücksichtslosen Rowdys geschützt werden. Andererseits gibt es natürlich vielerorts keine Radwege und nur Fußgängerwege und stark befahrene Straßen. Ich stelle mir da die E-Scooter-Fahrer mit ihren maximal 20 km/h schnell fahrenden kleinen Rollern vor. Ärger und Unfälle sind da vorprogrammiert!

Hier wäre es meiner Ansicht nach besser gewesen eine Regel zu finden, dass z. B. auf Fußgängerwegen nur mit einer geringen Geschwindigkeit gefahren werden darf.

Auf der Straße gilt das Gebot möglichst weit rechts zu fahren. Richtungsänderungen sind per Handzeichen anzukündigen, oder alternativ per verbautem Blinker.

Welche technischen Voraussetzungen muss ein E-Scooter erfüllen?

Es werden unter anderem die folgenden Anforderungen an E-Scooter genannt:

  • E-Scooter müssen minimum 6 km/h und maximal 20 km/h fahren können,
  • die E-Scooter müssen über eine Lenk- oder Haltestange verfügen,
  • die maximale Nenndauerleistung darf nicht mehr als 500 Watt betragen (alternativ sind auch 1400 Watt möglich, wenn 60% der Leistung zur Selbstbalancierung genutzt werden. In diesem Fall wären 560 Watt als maximale Nenndauerleistung möglich),
  • sie dürfen maximal 70 cm breit, 1,40 m hoch und 2,00m lang sein,
  • das Gewicht des E-Scooters darf maximal 55 kg betragen.
  • es müssen zwei voneinander unabhängige Bremsen vorhanden sein, an die bestimmte Mindestanforderungen gestellt werden,
  • E-Scooter müssen über eine lichttechnische Ausstattung verfügen, die sich an der Ausstattung von Fahrrädern orientiert (vgl. § 67 StVZO),
  • zu guter Letzt müssen E-Scooter mit mindestens einer Klingel ausgestattet sein.

Wie man sieht, orientieren sich die Anforderungen hier vor allem an normalen Fahrrädern. Ich habe andernorts gelesen, dass E-Scooter auch über Blinker verfügen müssten. Das stimmt allerdings nicht. Sie können, müssen aber nicht. Lediglich auf der Straße müssen Richtungsänderungen dann per Handzeichen angekündigt werden, so dass sich andere Verkehrsteilnehmer darauf einstellen können.

Damit E-Scooter im öffentlichen Straßenverkehr erlaubt sind, benötigen diese eine eine allgemeine Betriebserlaubnis. Wenn ihr euch also einen E-Scooter kauft, achtet darauf, dass diese solch eine allgemeine Betriebserlaubnis besitzen. Ich werde euch an dieser Stelle auch entsprechende E-Scooter vorstellen, sobald die Verordnung verabschiedet wurde.

Ähnlich wie bei einem Mofa, benötigt ihr auch eine gültige Versicherungsplakette für euren E-Scooter! Es ist also damit zu rechnen, dass jährliche Kosten für den Betrieb eures E-Scooters auf euch zukommen. Erfahrungsgemäß sind diese allerdings nicht ganz so hoch. Wer allerdings seinen E-Scooter nur selten nutzt, für den lohnt sich sich vermutlich nicht, sich so einen zu kaufen.

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