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IO Hawk E-Scooter mit Straßenzulassung in 2019: Exit-Cross, Sparrow mit Upgrade-Kit, Sparrow 2/Sparrow City

IO Hawk ist einer der führenden Hersteller für E-Scooter und Hoverboards. Pünktlich zur Legalisierung der E-Scooter wird es auch von IO Hawk entsprechende Modelle im Angebot geben, welche jetzt bereits vorbestellt werden können. Der IO Hawk Geschäftsführer Sascha Arndt hat in einem Interview eine Aussicht auf die möglichen E-Scooter mit Straßenzulassung in 2019 gegeben und häufige Fragen der Nutzer beantwortet. Das komplette 37-minütige Interview könnt ihr euch in dem Video anschauen. Wer nicht die Zeit hat, findet hier eine Zusammenfassung des Interviews.

Was sind die Neuerungen beim IO Hawk Exit-Cross?

  • Der IO Hawk Exit-Cross hat einen leistungsstarken 500 Watt 48V Motor
  • Doppelte Federung vorne und hinten (Vollfederung)
  • Man kann auch auf unebenen Boden fahren, z. B. am Strand oder auf Waldwegen
  • vom Bürgersteig runterzufahren, ist gar kein Problem
  • Gerade bei Kurvenfahrten soll der Exit-Cross viel besser zu fahren sein, da man einen viel besseren Grip auf der Straße hat
  • Das derzeitige Gewicht ist 19,8 kg, man will es aber in zukünftigen Modellen/Updates weiter reduzieren auf vielleicht 15 kg. Man versucht verschiedene Materialien, um das Ziel zu erreichen.
  • Reichweite mit der Standard-Batterie ca. 30 km, mit optional erhältlicher größerer Batterie ca. 48 km (Aufpreis 100 Euro)
  • Der Akku lässt sich mit Fast-Charging Technologie laden
  • Der Akku ist beim Exit-Cross austauschbar. Es werden hochwertige LG-Akkus integriert. Man kann auch den größeren Akku nachkaufen.
  • Für den E-Scooter wird man auch Ersatzteile nachkaufen können.
  • Max. Fahrergewicht: 115 kg (CEO spricht auch später von 120 kg Belastbarkeit im Interview)
  • Vollaluminium Chassis
  • Breitere Trittfläche von 22 cm lässt paralleles Stellen der Füße zu Beim Sparrow ist das Trittboard nicht so breit, man steht nicht so sicher darauf.
  • Der Exit-Cross ist auch für Frauen sehr gut geeignet, da man sich sehr sicher darauf fühlt, wie man durch Aussagen von Fahrerinnen erfahren hat
  • Blinker sind integriert. Blinker beim E-Scooter sind keine Pflicht, aber wesentlich einfacher als das vorgeschriebene Handzeichen geben, da man so z. B. beim Rechtsabbiegen auch nicht den Finger vom Beschleunigungshebel nehmen muss.
  • Es ist keine Klingel verbaut, sondern eine richtig Hupe
  • Der E-Scooter geht jetzt in die TÜV-Vorprüfung, so dass er rechtzeitig verfügbar ist, sobald die E-Scooter eine Straßenzulassung in Deutschland bekommen (vielleicht ab 16./17. Mai 2019)
  • Zwei voneinander unabhängige Bremsen mit Bremshebeln am Lenker
  • Der Exit-Cross wird ca. 1.100 Euro kosten
  • wer bis 14. April 2019 vorbestellt, spart 200 Euro

Nachfolger vom IO Hawk Sparrow: Sparrow 2/Sparrow City

  • Man arbeitet derzeit auch an einem neuen Konzept mit dem Namen “Sparrow City”
  • Dieser E-Scooter wird einen 350 Watt Motor haben
  • Der Scooter ist so gut wie fertig
  • Er wird eine Federung hinten haben (der derzeitige Sparrow dagegen hat gar keine Federung)
  • Der Nachfolger vom Sparrow wird am 10. April fertig sein und geht dann auch in die TÜV-Prüfung (drei E-Scooter gehen in die Prüfung)
  • Der Sparrow 2 oder Sparrow City, man weiß noch nicht genau wie man ihn nennen wird, wird vermutlich ca. 100 Euro teurer sein als der bisherige Sparrow, also ca. 699 Euro oder 649 Euro.
  • Man überlegt auch, ob man größere Batteriekapazitäten verbaut
  • Es wurden einige Sachen verbessert, z. B. verbesserter Klappmechanismus, besseres Material
  • Sparrow City wird schon komplett fertig mit Straßenzulassung geliefert, genauso wie der derzeitige Sparrow (das Upgrade-Kit ist nur für die Kunden, die den Sparrow früher gekauft haben)
  • Exit-Cross und Sparrow Upgrade werden voraussichtlich die ersten sein, die in die TÜV-Prüfung gehen

Allgemeine Aussagen zur aktuellen Situation bei IO Hawk und der geplanten Straßenzulassung der E-Scooter in 2019

  • Man rechnet mit keinen Absatzschwierigkeiten, eher im Gegenteil rechnet man mit hoher Nachfrage, weit über 10.000 E-Scooter innerhalb der ersten Monate
  • Man sourct schon aus in weitere Fabriken, um die Nachfrage bedienen zu können
  • Wer mit E-Scooter erwischt wird, zahlt 70 Euro Strafe und bekommt 1 Punkt in Flensburg
  • Alle E-Scooter werden eine maximale Geschwindigkeit von 20 km/h haben, der Exit-Cross wird aber deutlich schneller beschleunigen und schneller Steigungen hochfahren können, da er im Vergleich zum Sparrow den stärkeren Motor hat
  • Für kleinere Strecken, wie die letzte Meile, 2–3 km in der Stadt, empfiehlt man weiterhin den Sparrow
  • Will man aber auch im Winter, bei Matsch und Schnee usw. fahren, dann ist der Exit-Cross empfehlenswerter
  • wer will, kann den E-Scooter vor Ort in Moers testen
  • Man versucht zudem einzelne Servicepartner zu akquirieren, in München, in Hamburg, usw.
  • Die Nachfrage nach Scootern ist sehr hoch, eine McKinsey-Studie sagt zwischen 187 TSD bis 550 TSD Scooter allein auf deutschen Straßen pro Monat, wenn man von einer Marktsättigung von einem Jahr ausgeht
  • Man sieht es auch in anderen Großstädten, wie Los Angeles, wo es eine ähnlich hohe Nachfrage gibt
  • Selbst in Parkhäusern gibt es in anderen Ländern Abstellmöglichkeiten für Scooter mit Lademöglichkeit
  • Asiatische Partner können es immer gar nicht glauben, wenn sie hören, dass es das in Deutschland nicht gibt

Scooter-Schloss & Tragegurt

  • Man hat ein neues Schlosssystem entwickelt, welches leicht ist und sich am Scooter anbringen lässt
  • Ideal, um z. B. den E-Scooter zum Einkaufen zu nutzen und ihn abschließen zu können
  • Das Schloss wiegt 860 Gramm
  • Es sind zwei Schlüssel im Lieferumfang enthalten
  • Halterung lässt sich an der Lenkstange befestigen
  • Schultergürtel ist beim Exit-Cross dabei, für den Sparrow wird es separat angeboten werden
  • Der Schultergurt ist ideal, um den E-Scooter zu tragen

Geplante Gewichtsreduzierung der E-Scooter

  • Man will in Zukunft das Gewicht auch vom Exit-Cross reduzieren
  • Es gibt High-Tech-Materialien, wie z. B. Carbon, welches genutzt werden könnte
  • Der Preis darf aber nicht zu teuer werden, so um die 1.000 Euro, da es ab 1.600 Euro bereits eine Vespa gibt
  • Die Upgrades werden vermutlich peu a peu in den E-Scooter integriert

Häufig gestellte Fragen von Nutzern der IO Hawk E-Scooter

Warum eine Nummernschildhalterung und kein auffklebbares Nummernschild?

Der erste Referentenentwurf forderte eine Nummernschildhalterung, der zweite einen Aufkleber. Man wird aber vermutlich trotzdem den Kennzeichenhalter belassen, da er gerade ist und sich so auch ein Aufkleber besser aufbringen lässt und besser zu lesen ist, als wenn es rund wäre. Das Kennzeichen muss aus 8 m Entfernung lesbar sein und wenn es rund auf dem Schutzschild angebracht wäre, kann es schwerer sein es zu lesen

Gibt es die Möglichkeit die Geschwindigkeit zu erhöhen, wenn man auf Privatgelände ist?

Nein, die 20 km/h sind die Höchstgeschwindigkeit. Es gäbe ansonsten Probleme mit der Zulassung, was man auf jeden Fall vermeiden will.

Was ist das zulässige Gesamtgewicht?

Hier gibt der Geschäftsführer ein Fahrergewicht von 120 kg als möglich an. Eigentlich könnte man auch noch etwas höher, aber man gibt es mit 120 kg an.

Wenn man vorbestellt, bekommt man den E-Scooter dann mit ABE Plakette?

Ja, er wird erst ausgeliefert, sobald es erlaubt ist. Die ABE Plakette ist dann bereits im Lieferumfang enthalten.

Wie schwer wird der Exit-Cross sein?

Der Exit-Cross wiegt 19,8 kg. Vielleicht auch noch etwas weniger. Es ist kein Plastik verbaut, sondern nur Aluminium. Der Exit-Cross ist qualitativ hochwertiger als der Sparrow.

Was ist mit Kunden, die sich vor 12 Monaten einen Trax E-Scooter gekauft haben? Lässt sich dieser versichern?

Das ist problematisch. Alle alten E-Scooter sind nicht upgradefähig, da sie alle mehr als 20 km/h pro Stunde fahren. Es lässt sich auch kein Kennzeichenhalter anbringen. Leider wird es da kein Upgrade-Kit geben. Das Problem gibt es aber bei so gut wie allen anderen Herstellern.

Was ist, wenn die Straßenzulassung für E-Scooter doch nicht durchgehen sollte?

Der Verkehrsminister Scheuer hat den Referentenentwurf bestätigt. Sollte es allerdings keine Zulassung für die E-Scooter geben, würden die Kunden auch ihr Geld zurück bekommen. Aber aufgrund der Vorprüfung könnte man auch noch Änderungen durchführen und nachbessern. Das Schlimmste, was passieren kann, würde sein, dass der Käufer noch mal warten müsste. Aber man glaubt, dass man trotzdem mit zu den ersten gehört, bei denen es eine Straßenzulassung geben wird, da die E-Scooter bereits fertig konstruiert sind.

Meine Meinung zu den IO Hawk Neuigkeiten

Der Exit-Cross ist sicherlich ein cooler E-Scooter, welcher auch für schwerere Personen geeignet ist. Andere E-Scooter haben häufig eine geringere Belastbarkeit und eignen sich daher leider nicht für schwere Fahrer. Doch auch das Gesamtkonzept kann mich überzeugen.

Lediglich das Gewicht von 19,8 kg beim Exit-Cross ist etwas hoch. Hier wäre zu wünschen, dass der E-Scooter in der nächsten Version leichter wird, ohne bei seiner Stabilität einzubüßen. Ich frage mich auch, ob es mit dem großen Kennzeichen erlaubt sein wird, diesen in Bahn und Bus mitzunehmen. Ich habe da noch meine Zweifel. Wie auch im Interview angegeben, verlangt der Referentenentwurf ja lediglich ein Klebekennzeichen, welches auch wesentlich unaufdringlicher ist. Aber das wird man vermutlich einfach abwarten müssen.

Auch hat der IO Hawk Exit-Cross eine Hupe. Ich bin mir nicht sicher, ob das erlaubt ist. Bei Fahrrädern und Pedelecs ist es z. B. gar nicht erlaubt. Hier sind lediglich normale Klingeln erlaubt.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mir einen Exit-Cross bestellen sollte, oder ob ich noch ein wenig abwarte und schaue, wie sich der Markt entwickelt.

Wie ist eure Meinung zum Exit-Cross? Werdet ihr ihn kaufen oder wie sind eure Pläne?

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare
  1. Hallo,
    wir habe 2 Stück Exit-Gross vorbestellt.
    Sind vom Land und benötigen dadurch einen geländegängigen Tretroller der auch auf unwegsamen Gelände gut zu fahren ist und auch mal Steigungen mit mehr als ca. 5 Km/h bewältigt.
    Der Exit-Gross ist eigentlich genau das was wir gesucht haben und da wir ihn sowieso nicht in öffendlichen Verkehrsmitteln transportieren wollen, spielt das Gewicht eine untergeordnete Rolle. Aber wir sehen das ähnlich ein paar Kilo sollte das Folgemodell abspecken und wenigstens auch mit 0.5, besser 1C geladen werden.
    Wenn der Kennzeichenhalter ein Problem darstellen sollte, dann sicherlich auch der breite Auftritt, … die Länge im eingeklappten Zustand ist auch nicht ganz ohne…
    Wir hoffen auch dass die Blinker recht stabil sind, dann ein umfallen, was ja schnell mal vorkommen kann, sollte diese nicht gleich zerstören.
    Aber egal, wir hoffen dass wir zeitnah und legal damit an die Luft kommen und möglichst noch bevor sich der Sommer wieder dem Ende neigt.
    Und wenn etwas schief geht können wir auch noch stornieren, … warum also nicht die 200 Euro pro Exit-Gross sparen.

    1. Ich denke auch, dass der Exit-Cross gerade auf dem Land sehr gut geeignet ist. Ich finde ihn generell auch ziemlich cool, da er einen starken Motor hat, große breite Reifen und ein schönes breites Trittbrett. Zudem ist er auch für schwerere Fahrer geeignet. Ich bin mir nur nicht sicher beim Gewicht und beim Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln, gerade weil es da bei uns immer ziemlich voll ist und dann mit so einem schweren Gerät da anzukommen, ist glaube ich ziemlich anstrengend. Mal sehen, bin noch hin und her gerissen. Die Frage ist halt auch wie die Alternative wären. Der Scooter müsste ja auch stabil sein, was immer irgendwie im Widerspruch zu leicht steht.

      1. Halte Ihn in dieser Ausführung auch nicht geeignet für den ständigen Transport im ÖPNV, auch nicht mit diesem mitgelieferten Tragegurt, (zu schwer und zu sperrig) ein paar Treppen hoch und runter geht dagegen sicherlich.
        Gewichtsreduzierung müsste zwangsweise zu Kosten der Stabilität gehen oder zu spürbarer Verteuerung führen, wahrscheinlich der goldene Mittelweg…

  2. Inzwischen wurde die TÜV Vorprüfung erfolgreich absolviert…
    Es gibt aber ein Problem mit dem Kraftfahrtbundesamt, welches entgegen dem TÜV auf altes nationales Recht pocht und die üblichen europäisch zertifizierten Leuchten (E-Zeichen) bemängelt.
    Also werden die verbauten nachzertifiziert was aber ein paar Wochen dauert. Um aber die ersten Auslieferungen nicht zu gefährden werden nach heutigem Stand den ersten Lieferungen zwei national anerkannte batteriebetriebene Leuchten beigelegt…

      1. Geheim, … nein Spaß beiseite.

        Als Vorbesteller wirst Du wöchentlich über den aktuellen Stand informiert. Nicht nur über das Verfahren bezüglich Zulassung, sondern auch über aktuelle Entwicklung/Änderungen/Anpassungen sowie die laufende Produktion etc.
        Finde ich wirklich toll von IO HAWK…

          1. ah,… finden wir gut :-)
            Dann bist Du jetzt auch automatisch auf dem Laufenden.
            Schade, dass es bisher keine weiteren Meinungen zu dem Exit Cross gibt. Hätte uns wirklich interessiert, … aber eventuell entwickelt es sich im Laufe der Zeit noch.

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