E-Scooter Vergleich: SXT MAX vs. EGRET-TEN V4

Der SXT MAX und der EGRET-TEN V4 gehören zu den besten E-Scootern mit Straßenzulassung der beiden Hersteller. Und da ich beide E-Scooter sehr spannend finde und sie fĂŒr viele KĂ€ufer sicherlich auch die erste Wahl darstellen, möchte ich sie in diesem Beitrag einmal miteinander vergleichen.

Die Kontrahenten

SXT MAX

Ich bin vor kurzem mit einem E-Scooter des Sharing-Anbieters TIER in Berlin gefahren. Und genau diesen TIER Scooter gibt es jetzt auch als Endverbraucher-Version zu bestellen. Es handelt sich um den SXT MAX. Der Hersteller SXT Scooters gibt an, dass „sehr viele namhafte aktuelle Verleih- und Sharingdienstleister weltweit“ diesen E-Scooter nutzen und dass es „das wohl derzeit am Markt stabilste, langlebigste und widerstandsfĂ€higste Modell ĂŒberhaupt“ ist. Das klingt auf jeden Fall schon mal sehr gut.

SXT MAX
SXT MAX

EGRET-TEN V4

Im Gegensatz dazu haben wir den leistungsstarken und hochwertig verarbeiteten EGRET-TEN, welchen es in der vierten Version nun endlich auch mit Straßenzulassung gibt. Zum EGRET-TEN V4 sagt Hersteller Walberg Urban Logistics es sei das „Top-Modell und eine durchdachte Weiterentwicklung des Serien-Testsiegers V3“. Zudem wird davon gesprochen „viele Jahre bzw. viele Tausende Kilometer Fahrspaß zu ermöglichen“ und dass „die Verarbeitung besonders wichtig“ sei. Auch das klingt wirklich super!

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Der EGRET-TEN V4 in schwarz
EGRET-TEN V4

Beide E-Scooter versprechen also wirklich viel. Doch wie schlagen sie sich im direkten Vergleich? Hierzu stelle ich sie in verschiedenen Kategorien gegenĂŒber, um herauszufinden, welcher der beiden E-Scooter fĂŒr welchen Einsatz besser geeignet ist.

Motorleistung

FĂŒr mich persönlich ist die Motorleistung ein entscheidendes, wenn nicht sogar das Kaufargument. Ein starker Motor hat mehrere Vorteile:

  • Beschleunigung: Mit einem leistungsstarken Motor kann man ĂŒblicherweise sehr viel schneller beschleunigen, was einen höheren Funfaktor bedeutet. Wenn man schon maximal 20 km/h fahren darf, dann doch bitte schön mit einer extrem guten Beschleunigung. Man kennt es ja auch von guten Elektroautos, welche zwar auch nicht so so hohe Geschwindigkeiten erreichen können, dafĂŒr aber bei der Beschleunigung sogar die schnellsten Supersportwagen schlagen.
  • Steigungsverhalten: WĂ€hrend man bei einem E-Scooter mit schwĂ€cherem Motor den E-Scooter die meisten Steigungen hochschieben muss, fĂ€hrt man mit einem E-Scooter mit stĂ€rkerem Motor die Steigung ganz einfach hoch. Hierbei gilt dann natĂŒrlich auch, dass je stĂ€rker der Motor ist, desto besser und schneller kommt ihr die Steigung hoch.
  • Kraft: NatĂŒrlich hat ein starker Motor auch mehr Kraft. Das macht sich vor allem bei schwereren Fahrern bemerkbar. WĂ€hrend ein kleiner Motor bei einem schweren Fahrer schon mal ganz schön unter Stress geraten kann, so ist es fĂŒr einen starken Motor kein Problem und er schiebt das Gewicht einfach nach vorn.

Das deutsche Gesetz erlaubt einen Motor mit maximal 500 Watt Nennleistung. Nun gibt es kleinere E-Scooter mit 150 Watt Motor, aber auch welche mit 500 Watt Motor.

Der EGRET-TEN V4 hat als einer der ganz wenigen E-Scooter einen starken 500 Watt Motor. Mit einer Peakleistung von 850 Watt ist er sogar der stĂ€rkste E-Scooter mit Straßenzulassung, den es momentan zu kaufen gibt!

Der SXT MAX hat einen nicht ganz so starken Motor. Mit seinem 350 Watt Motor hat er zwar einen stĂ€rkeren Motor als die meisten anderen E-Scooter mit Straßenzulassung, welche meist nur einen 250 Watt Motor besitzen, aber aufgrund seiner GrĂ¶ĂŸe und seines Gewichts und dem Anspruch zu den besten E-Scootern zu gehören, wĂ€re ein noch leistungsfĂ€higerer Motor eine tolle Sache gewesen. Die Peakleistung des SXT MAX liegt bei 690 Watt und ist damit auch geringer als beim EGRET-TEN V4.

Gewinner bei der Motorleistung: EGRET-TEN V4

AkkukapazitÀt

Vergleichen wir als nĂ€chstes die AkkukapazitĂ€t. Ein großer Akku hat natĂŒrlich den Vorteil, dass man mit ihm grĂ¶ĂŸere Strecken fahren kann. Zudem sollte man darauf schauen, um was fĂŒr eine Art von Akku es sich handelt. Üblichweise werden heutzutage Lithium-Ionen-Akkus bei E-Scootern verbaut. Diese haben den Vorteil keinen Memory-Effekt zu haben, d. h. man kann sie jederzeit laden ohne auf den Akku-Ladestand achten zu mĂŒssen.

Der EGRET-TEN V4 hat einen 48 Volt Lithium-Ionen Akku mit 11,6 Ah Leistung. FĂŒr stĂ€rkere Motoren werden auch Akkus mit einer höheren Spannung benötigt. Insofern hat der EGRET-TEN V4 einen 48 Volt Motor.

Der SXT MAX hat einen 36 Volt Lithium-Ionen Akku mit 12,8 Ah Leistung.

Um die Akkuleistung besser miteinander vergleichen zu können, kann mit Hilfe der Werte auch die Wattstunden ausrechnen:

  • EGRET-TEN V4: 48 V * 11,6 Ah = 556,8 Wh
  • SXT MAX: 36 V * 12,8 Ah = 460,8 Wh

WĂŒrde man nur auf die Amperestunden (Ah) schauen, wĂŒrde man direkt denken, dass der SXT MAX den leistungsfĂ€higeren Akku hat. Bei anderen Akkus, z. B. bei Handy-Akkus wird das hĂ€ufig auch so gehandhabt, da man hier meist nur die Milliamperestunden (mAh) miteinander vergleicht. Dabei ist es auch immer wichtig die Spannung zu berĂŒcksichtigen. Denn dann zeichnet sich ein ganz anderes Bild ab und man erhĂ€lt die Wattstunden (Wh), wodurch man die Akkus vergleichbar macht. In diesem Fall hat der EGRET-TEN V4 den leistungsfĂ€higeren Akku. Beachten solltet ihr aber, dass ihr damit nicht unbedingt weiter kommt, denn ihr habt dafĂŒr ja auch einen leistungsstĂ€rkeren Motor, welcher wiederum mehr Leistung zieht.

Beide Hersteller geben eine maximale Reichweite von 40 km an. Insofern kann man sagen, dass ihr von der Reichweite vermutlich Àhnliche Strecken erreichen werdet, der Akku beim EGRET-TEN V4 aber trotzdem der leistungsfÀhigere Akku ist. Insofern ist dieser auch in dieser Kategorie der Gewinner.

Gewinner bei der AkkukapazitÀt: EGRET-TEN V4

Gewicht

Bei einem E-Scooter spielt das Gewicht natĂŒrlich auch eine sehr große Rolle. Dabei denken die meisten vermutlich erst einmal an das Hochheben und Tragen des E-Scooters. Hier ist es natĂŒrlich von Vorteil einen möglichst leichten Scooter zu haben. Doch auch bei der Straßenlage hat das Gewicht einen großen Einfluss. Ein sehr leichter Scooter hat nicht so eine gute Straßenlage wie ein schwererer Scooter. Das kann auch beim Kurvenverhalten und bei unebenen Untergrund eine Rolle spielen.

Der EGRET-TEN V4 wiegt laut Hersteller rund 17 kg. Er ist somit auf keinen Fall ein leichter E-Scooter, sondern gehört schon mit diesem Gewicht zu den schwereren E-Scootern.

Der SXT MAX kann das aber noch mal deutlich toppen und wiegt laut Hersteller stolze 23 kg, also noch mal 6 kg mehr. Und diese 6 kg Mehrgewicht spĂŒrt man deutlich. Als ich den SXT MAX als Sharing-Scooter bei TIER Probe gefahren bin, ist mir direkt das hohe Gewicht aufgefallen. Schon allein das Hochheben, wenn man einen BĂŒrgersteig hoch will, merkt man deutlich.

Insofern kann der EGRET-TEN V4 hier mit einem hohen Gewicht fĂŒr eine gute Straßenlage ĂŒberzeugen, ist aber trotzdem noch gut tragbar und nicht ganz so schwer. Auf der anderen Seite haben wir den SXT MAX, der mit seinem hohen Gewicht wie ein Panzer wirkt und dadurch auch eine sehr gute Straßenlage hat. Aus diesem Grund fĂ€llt mein Urteil in dieser Kategorie unentschieden aus. Jeder kann selbst entscheiden, was fĂŒr ihn hier wichtig ist.

Gewinner beim Gewicht: unentschieden

TransportabilitÀt

Da man den E-Scooter nicht nur im ausgeklappten Zustand vor dem Haus anschließen wird, sondern ihn auch mal irgendwo hochtragen oder verstauen möchte, spielt die TransportabilitĂ€t bei der Kaufentscheidung auch eine wichtige Rolle.

Der EGRET-TEN V4 hat eine LĂ€nge von 115 cm und eine Breite von 54,5 cm. Da sich der Lenker in der Höhe verstellen lĂ€sst, kann er zwischen 95 cm und 115 cm hoch sein. Der Lenker sowie die Griffe lassen sich schnell und einfach einklappen, so dass die LĂ€nge auf 107 cm, die Breite auf 18,5 cm und die Höhe auf 38 cm schrumpft. Mit dieser GrĂ¶ĂŸe ist er relativ kompakt und lĂ€sst sich auch in den meisten KofferrĂ€umen unterbringen. FĂŒr mich war und ist das auch ein entscheidender Kaufgrund, da ich den E-Scooter mitunter verwenden will, um eine Strecke mit dem E-Scooter zu fahren und ihn auf der RĂŒckfahrt im Kofferraum zu transportieren.

EGRET-TEN V4 zusammengeklappt
EGRET-TEN V4 zusammengeklappt

Der SXT MAX hat eine LĂ€nge von 117,8 cm, ist also gut 3 cm lĂ€nger als der EGRET-TEN. DafĂŒr hat er einen etwas schmaleren Lenker und ist mit einer Breite von 50 cm gute 4,5 cm schmaler. Leider lĂ€sst sich der Lenker beim SXT MAX nicht in der Höhe verstellen und somit kommt er auf eine Höhe von 119,4 cm und ist somit 4,4 cm höher im Vergleich zum EGRET-TEN V4 mit voll ausgezogenem Lenker.

SXT MAX zusammengeklappt
SXT MAX zusammengeklappt

Der SXT MAX hat als Besonderheit im Vergleich zum Sharing-Modell die Möglichkeit den Lenker einzuklappen. Da man beim Einklappen nur den Lenker einklappt und sich das Rad nicht in der Position verÀndert, bleibt es bei der LÀnge von 117,8 cm. Und auch die Breite von 50 cm bleibt beim Einklappen bestehen, denn leider lassen sich die Griffe nicht einklappen. Lediglich in der Höhe wird der SXT MAX kompakter und kommt so auf eine Höhe von 56,7 cm.

Im Vergleich der beiden E-Scooter kann der EGRET-TEN V4 daher mehr ĂŒberzeugen, da er sich einfach auf ein kompakteres Maß zusammenklappen lĂ€sst und wie zuvor auch schon festgestellt, etwas leichter ist. Der EGRET-TEN V4 wĂŒrde zusammengeklappt noch in meinen Kofferraum passen, der SXT MAX leider nicht mehr. Dessen sollte man sich bewusst sein und das vorher prĂŒfen.

Gewinner bei der TransportabilitÀt: EGRET-TEN V4

Fahrverhalten (RĂ€der & Bremsen, Federung)

Einer der wichtigsten Punkte bei der Kaufentscheidung ist auch das Fahrverhalten. Beim Fahrverhalten spielen neben dem bereits genannten Gewicht vor allem auch die RĂ€der und Federung als auch die Bremsen eine wichtige Rolle. Alle tragen zur Sicherheit als auch zum gefĂŒhlten Fahrkomfort bei.

Der EGRET-TEN V4 hat 10 Zoll große RĂ€der mit Luftreifen. Es ist bekannt, dass Luftreifen fĂŒr einen erhöhten Fahrkomfort sorgen, da sie Unebenheiten gut dĂ€mpfen. Da ist es auch zu verzeihen, dass der EGRET-TEN V4 ĂŒber keine zusĂ€tzliche Federung verfĂŒgt. Der Hersteller hat auch bereits selbst darauf hingewiesen, dass eine Federung aufgrund der Luftreifen nicht notwendig wĂ€re.

DarĂŒberhinaus verfĂŒgt der EGRET-TEN V4 sowohl vorne als auch hinten ĂŒber Scheibenbremsen. Diese haben sich bereits bei FahrrĂ€dern und Pedelecs als das Nonplusultra der Bremsen entpuppt. Wer eine gute Bremse sucht, der greift ĂŒblicherweise zur Scheibenbremse.

Der SXT MAX hat auch 10 Zoll große RĂ€der, die allerdings nicht mit Luft gefĂŒllt sind. Der Hersteller bezeichnet das aufgrund der Robustheit des Scooters allerdings als Vorteil: „PlattfĂŒĂŸe durch defekte SchlĂ€uche, gehören mit Vollgummireifen ebenfalls der Vergangenheit an.“ Damit man trotzdem nicht ganz so hart auf unebenem Untergrund fĂ€hrt, verfĂŒgt der SXT MAX am Vorderrad ĂŒber eine Federung, so dass StĂ¶ĂŸe minimiert werden und nicht direkt an den HĂ€nden zu spĂŒren sind.

Bei den Bremsen setzt der SXT MAX vorne auf eine elektromagnetische Trommelbremse und hinten auf eine normale Trommelbremse. Im Gegensatz zu Scheibenbremsen sind Trommelbremsen aufgrund der geschlossenen Bauweise weniger anfÀllig gegen Korrission und Schmutz und werden daher auch hÀufig bei Baustellenfahrzeugen verwendet.

Beide E-Scooter haben große 10 Zoll RĂ€der, was fĂŒr einen hohen Fahrkomfort sorgt. Besser gegen Unebenheiten sind allerdings Luftreifen. Einige Fahrer der TIER Leih-Scooter (auf denen der SXT MAX basiert) haben das auch schon so gesagt, dass sie sich hier fĂŒr einen besseren Fahrkomfort doch lieber Luftreifen gewĂŒnscht hĂ€tten. Besser beim SXT MAX hingegen ist die vorhandene Federung am Vorderrad, ĂŒber welche der EGRET-TEN V4 leider nicht verfĂŒgt.

Bei den Bremssystemen haben beide ihre Vor- und Nachteile. Ich bin wirklich kein Experte, was die verschiedenen Bremssysteme betrifft. Wenn man sich aber mal online in verschiedenen Fachforen umschaut, die sich mit dem Thema Trommelbremsen vs. Scheibenbremsen beschÀftigen, dann gehen die meisten Meinungen doch in die Richtung, dass Scheibenbremsen die bessere Lösung wÀren. Insofern ist der Gewinner in dieser Kategorie der EGRET-TEN V4.

Gewinner beim Fahrverhalten: EGRET-TEN V4

Maximale Belastbarkeit

Gerade als schwerer Fahrer schaut man auch auf die maximale Belastbarkeit. Viele E-Scooter erlauben nur ein Maximalgewicht von 100 kg. Dabei muss man wissen, dass diese Angaben der Hersteller selbst macht. Es gibt also nicht unbedingt einen Vergleich oder eine PrĂŒfinstitution, die diese Angaben ĂŒberprĂŒft. Insofern verwundert es mich hĂ€ufig, dass total klapprige Roller auch mit einer maximalen Belastbarkeit von 100 kg angegeben werden und andere, die wesentlich stabiler wirken, auch „nur“ 100 kg unterstĂŒtzen sollen.

Der EGRET-TEN V4 unterstĂŒtzt laut Hersteller eine maximale Belastbarkeit von 100 kg. Da der EGRET-TEN V4 doch recht robust im Vergleich zu anderen E-Scootern wirkt, die auch mit 100 kg Belastbarkeit angegeben sind, habe ich mal beim Hersteller nachgefragt, warum das so ist. Hier sagte man mir, dass diese vor allem mit dem Verschleiß der Teile zu tun hĂ€tte. Je schwerer man ist, desto höher ist natĂŒrlich auch der Verschleiß der Teile. Insofern mĂŒsse man als schwererer Fahrer mit einem höheren Verschleiß rechnen.

Der SXT MAX wird hingegen mit einem zulĂ€ssigen Gesamtgewicht von 120 kg angegeben. Mich hĂ€tte es auch hier wirklich verwundert, wenn es anders wĂ€re, denn der SXT MAX wirkt im Vergleich zu vielen anderen E-Scootern wie ein kleiner Panzer. Der Scooter ist wirklich solide. Alles wirkt dick, groß und massiv. Und mit einem Gewicht von 23 kg drĂŒckt sich das auch unmittelbar im Gewicht aus. Nicht ohne Grund kommt er in leicht modifizierter AusfĂŒhrung als Verleih-Scooter zum Einsatz. Dort kommt es eben auf Robustheit an, da viele verschiedene Leute damit fahren und in vielen FĂ€llen auch nicht gerade achtsam mit den Scootern umgehen. Insofern ist der SXT MAX was die maximale Belastbarkeit angeht auf jeden Fall der Gewinner.

Gewinner bei der maximalen Belastbarkeit: SXT MAX

Sonstiges

Es gibt noch ein paar weitere Unterscheidungsmerkmale, bei denen es sich nicht lohnt diese ausfĂŒhrlicher zu besprechen, die hier aber auf jeden Fall ErwĂ€hnung finden sollen:

  • Daumen-/Zeigefingergas: Den SXT MAX beschleunigt man, indem man einen Daumengashebel betĂ€tigt. Der EGRET-TEN hatte frĂŒher auch Daumengas, besitzt jetzt aber einen Zeigefingergashebel. Welche Form der Beschleunigung besser ist, muss jeder fĂŒr sich selbst entscheiden. Der eine mag lieber das, der andere das. Ich komme mit beiden gut klar.
  • Lenkerhöhe: Die Lenkerhöhe ist beim EGRET-TEN V4 variabel einstellbar. Beim SXT MAX ist sie hingegen fix und kann somit nicht in der Höhe verstellt werden. Aufgrund des hohen Preises und des Gewichts der beiden E-Scooter denke ich aber, dass diese eher nicht fĂŒr Jugendliche oder kleinere Personen geeignet sind. Hier gibt es sicherlich bessere Alternativen. Der EGRET-TEN und SXT MAX richten sich meiner EinschĂ€tzung nach eher an Erwachsene, welche auch kein Problem mit dem hohen Gewicht der Scooter haben. Aus dem Grund vermute ich, dass die meisten Fahrer beim EGRET-TEN den Lenker auf die maximale Höhe ausfahren werden. Insofern hat der EGRET-TEN zwar den Vorteil der flexiblen Lenkerhöhe (95-115 cm), der SXT MAX punktet allerdings mit einer noch etwas höheren Lenkerhöhe (119,4 cm), was sich gerade fĂŒr grĂ¶ĂŸere Personen noch besser fahren dĂŒrfte.
  • Kabelmanagement: Beim EGRET-TEN V4 sind die Kabel sehr sauber verlegt. Beim SXT MAX hingegen sieht man so gut wie gar keine Kabel, denn hier sind alle Kabel im GehĂ€use integriert. Lediglich, wenn man den Lenker einklappt, sieht man ein paar Kabel innerhalb der Lenkerstange. Insgesamt gefĂ€llt mir das Kabelmanagement beim SXT MAX noch besser, da man so gut wie gar keine Kabel sieht.
  • Ersatzteile und Service: Beide Shops bieten Ersatzteile fĂŒr ihre Scooter, falls doch mal was kaputt gehen sollte. Der EGRET-TEN ist schon lange auf dem Markt und fĂŒr diesen bietet der Hersteller auch direkt eine Reparatur an. Übrigens ist Walberg Urban Electrics einer der sehr wenigen Hersteller, die ihre alten E-Scooter umrĂŒsten wollen, um sie fit fĂŒr die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung zu machen. Allein das zeigt schon, dass hier Service und Kundenzufriedenheit groß geschrieben wird. Der SXT MAX hingegen ist noch ganz neu, im Shop findet man noch gar keine Ersatzteile zu diesem Scooter und ĂŒber eine Möglichkeit der Reparatur habe ich auch nur bei Facebook durch einen Kommentar etwas erfahren. Aufgrund der großen Anzahl der Verleihscooter, mit denen der SXT MAX verwandt ist, gehe ich hier aber auch von einer guten Situation aus, was Ersatzteile und Reparatur betrifft.
  • Preis: Zu guter Letzt haben wir natĂŒrlich noch den Preis. Der EGRET-TEN V4 kostet knapp 1.650 Euro, wĂ€hrend der SXT MAX gute 1.200 Euro kostet. Beide Scooter sind also nicht „billig“, aber das will man ja auch nicht. Stattdessen bieten beide eine sehr gute QualitĂ€t und lassen sich das auch entsprechend bezahlen. Der EGRET-TEN V4 ist in einigen Merkmalen technisch besser ausgestattet, was sich natĂŒrlich auch im Preis niederschlĂ€gt.

Fazit

Beide E-Scooter wissen zu ĂŒberzeugen. Da ich schon beide live erleben konnte, zum einen den EGRET-TEN V3 als auch den SXT MAX in Form des TIER Scooters kann ich bescheinigen, dass beide auf jeden Fall viel fĂŒr ihr Geld bieten. Beide wirken sehr wertig. Wer auf der Suche nach mehr Leistung und einem alltagstauglicheren E-Scooter ist, der greift zum EGRET-TEN V4, wer hingegen einen extrem robusten E-Scooter sucht, der greift zum SXT MAX. Ich werde auf jeden Fall beide Scooter noch mal genau testen und euch dann auf meiner Seite ausfĂŒhrlich vorstellen.

Welcher der beiden E-Scooter wĂŒrdet ihr wĂ€hlen? Über einen Kommentar wĂŒrde nicht nur ich mich, sondern auch andere freuen.

5 Kommentare zu „E-Scooter Vergleich: SXT MAX vs. EGRET-TEN V4“

  1. Den SXT MAX gibts ja bald auch bei Otto now im monatlichen Mietmodell fĂŒr 39 €. Da werde ich mir den auf jeden Fall mal mieten fĂŒr einen Monat.

    Hast du eine Übersicht ĂŒber die technischen Daten der Leihscooter? (CIRC und VOI wĂŒrden mich interessieren). Fand die im Vergleich schon sehr unterschiedlich, CIRC zog super an und war insgesamt auch gefĂŒhlt schneller. Daher wĂŒrde mich mal die Watt-Zahl interessieren um generell mal ein GefĂŒhl dafĂŒr zu kriegen wie sich 250/350/500W so anfĂŒhlen, konnte die aber bislang nicht finden.

    Werde mich wohl auch fĂŒr einen 500W entscheiden + Luftreifen und da gibts ja aktuell fĂŒr die straße nur den Egret-Ten V4 und den IO Hawk Exit-Cross, oder vergesse ich da einen?

    1. Hallo Tim, mal sehen, ob es dann wirklich nur 39 EUR im Monat kosten wird, oder ob das ein Ab-Preis ist, der nur gilt, wenn man einen Mietvertrag fĂŒr 24 Monate abschließt. Schaut man sich die anderen Mietprodukte bei Otto Now an, ist das nĂ€mlich dort hĂ€ufig genau der Fall. Insofern wĂŒrde ich da einfach mal abwarten.

      Nein, habe ich noch nicht. Aber ich arbeite an einer Übersicht. Ich habe aber den Egret-Ten V4 gegen den TIER getestet und der Egret-Ten V4 hat da eine deutlich stĂ€rkere Beschleunigung. Da merkt man schon den Unterschied.

      Wenn du dich fĂŒr den SXT MAX interessierst, schau dir auch auf jeden Fall mal den CityBlitz Beast bei MediaMarkt* an, der ist so wie es fĂŒr mich ausschaut baugleich, nur unter anderem Label. DafĂŒr aber auch direkt gĂŒnstiger. WĂŒrde ich ihn mir jetzt kaufen wollen, wĂŒrde ich mich eher fĂŒr den entscheiden.

  2. Danke fĂŒr deine Antwort. Ich freu mich auf die Übersicht. Bislang bin ich halt nur VOI und CIRC gefahren und die mĂŒssten schon unterschiedlich sein so wie die beschleunigen.

    SXT MAX wĂŒrde ich mir selbst nicht kaufen (zumal der auch 12 Wochen Lieferzeit hat). Den wollte ich mir nur mieten (auch wenn es mehr als 39€ kostet) um zu sehen, ob ich das Teil wirklich tĂ€glich wie geplant nutze. Wenn das der Fall ist kaufe ich mir einen mit 500W + Luftreifen + 2 Bremshebel vorne. Aber erst im Winter, dann sollten ja einige Hersteller durch sein mit Zulassung und ABE und ich hoffe, dass im Winter die Preise nochmal etwas runter gehen. Die 1200 fĂŒr den IO exit sind da schon meine Schmerzgrenze. Der Egret liegt ja nochmal weit darĂŒber, von daher kommt aktuell nur der IO fĂŒr mich in Frage, wenn dieser die Kinderkrankheiten ĂŒberwunden hat. Lt. diversen Berichten und Foren ist die 2. Charge von dem ja schon deutlich besser (kein Spiel mehr im Lenker usw.)

    Evtl. kommt der noch der Xiaomi in Frage (bin xiaomi fanboy mit Smartphone usw ^^), da dann aber auch nur wegen des gĂŒnstigen Preises. Bis der mit Zulassung kommt dauert das ja auch noch bis Ende des Jahres.

    1. Der SXT MAX ist halt auch ein Klopper. Der passt z. B. bei mir nicht in den Kofferraum, wĂ€hrend ich den Egret-Ten da sehr gut reinbekomme, dadurch dass man auch die Griffe einklappen kann. Ich glaube der Exit-Cross ist auch noch mal ein ganzes StĂŒck grĂ¶ĂŸer als der Egret-Ten. Und auch in der Bahn lĂ€sst sich der Egret-Ten so kompakt zusammenklappen, dass man ihn gut unter die Sitzbank legen kann. Das ist fĂŒr mich ein Riesen-Vorteil. Der IO Hawk Exit-Cross kĂ€me fĂŒr mich mittlerweile nicht mehr in Frage. Habe das auch verfolgt von den QualitĂ€tsproblemen. Ich weiß nicht, macht auf mich persönlich jetzt nicht so den qualitativ hochwertigen Eindruck. Aber ich konnte mir bisher auch nur ein Bild von den Bildern und den Berichten machen. Aber fĂŒr den Preis, wĂŒrde ich mir dann doch lieber den CityBlitz Beast kaufen. Bin da auch echt am Überlegen, ob ich mir den noch als Zweitscooter kaufe. Spaß macht der auf jeden Fall auch und ich stehe auch auf dieses robuste „Bulldozer“-Design. :)

  3. Ja, das muss man abwarten. IO zeigt sich da ja sehr kulant was Umtausch usw. angeht. WĂ€re der Egret nicht so teuer wĂŒrde ich auch gerne den nehmen. Den Preis kann ich meiner Frau nicht vermitteln. War schon ne Herausforderung von den 330€ xiaomi im Sale auf die 1.200 fĂŒr den io hawk zu kommen :D

    GrĂ¶ĂŸe und Gewicht stört mich nicht so. Habs auch lieber robust. Fahre den Scooter tĂ€glich zur Bahn und dann zur Arbeit in einer Area außerhalb Berlins, da ist nix los und auch die Bahn ist leer. Will halt auf jeden Fall 500W. Wenn schon denn schon. Dadurch fĂ€llt sowas wie der City Blitz, SKT Max usw. halt komplett flach. Echt komisch, dass es erst 2 Scooter zugelassen gibt, die das bieten.

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