IO Hawk Sparrow

IO Hawk Sparrow-Legal: Die Version 2 vom beliebten E-Scooter jetzt auch mit Straßenzulassung

Nachdem jetzt endlich die Entscheidung im Bundesrat getroffen wurde, dass E-Scooter legal auf den Straßen fahren dürfen, kündigen immer mehr Hersteller neue Scooter an, welche dann auch ganz legal mit 20 km/h auf Fahrradwegen und öffentlichen Straßen gefahren werden dürfen. Nun hat IO Hawk neben dem bereits angekündigten IO Hawk Exit-Cross einen weiteren E-Scooter angekündigt, welchen man auch direkt bestellen kann: den IO Hawk Sparrow-Legal.

E-Scooter mit Straßenzulassung Facebook-Gruppe
Facebook-Gruppe für Interessierte & Besitzer: Ich habe eine Facebook-Gruppe über E-Scooter mit Straßenzulassung (z. B. IO Hawk, Egret und Co.) erstellt, in der wir uns austauschen können. Ich würde mich freuen, wenn du Mitglied wirst: https://www.facebook.com/groups/386519331999284/

Hier die wichtigsten Facts zum Sparrow-Legal auf einen Blick:

  • 250 Watt Motor, welcher Steigungen bis zu 14 Grad ermöglichen soll (abhängig vom Gewicht des Fahrers)
  • 20 km/h Höchstgeschwindigkeit (gesetzlich vorgeschriebenes Limit)
  • 8 Zoll Reifen mit Luftbefüllung (Vakuumgummireifen)
  • um ca. 10 cm verlängerte Trittfläche im Vergleich zu anderen Scootern für angenehmes Stehen während der Fahrt
  • Trittbremse hinten sowie Scheibenbremse hinten über Lenkerbremshebel bedienbar
  • LG Li-Ionen-Akku 36V 7,5 Ah (270 Wh) für eine Reichweite von ca. 25-28 km
  • Batteriebetriebenes Licht vorne (LED, ca. 35 Std. Betriebsdauer; lässt sich über USB-Anschluss aufladen) und hinten (2 rote LED, ca. 180 Stunden Betriebsdauer)
  • Gewicht: 12,5 kg (inklusive Tragegurt zum einfachen Transportieren)
  • seitlich angebrachter Kennzeichenhalter
  • max. 100 kg Belastbarkeit

Über eine separat erhältliche App für iOS und Android lässt sich zudem die Geschwindigkeit anzeigen sowie eine Selbstüberprüfung des Scooters durchführen.

Das sind die Änderungen zum ursprünglichen IO Hawk Sparrow:

  • Die Trittbremse hinten ist neu
  • die LED-Leisten am Unterboden wurden entfernt
  • Bremslicht wurde entfernt
  • Rücklicht wurde ersetzt
  • Frontlicht wurde ersetzt
  • Kennzeichenhalter wurde hinzugefügt
  • Tempomat-Funktion ist nicht mehr vorhanden
  • Front- und Seiten-Reflektoren wurden hinzugefügt

Wie man sieht, handelt handelt es sich um den bereits bekannten IO Hawk Sparrow, welcher in der Version 2 nun bereits über alle notwendigen Merkmale verfügt, um der StVO zu entsprechen. Somit ist es nicht mehr notwendig sich den Sparrow zu kaufen und dann im Nachhinein das Upgrade-Kit zu erwerben, sondern es handelt sich um den Sparrow inklusive Upgrade-Kit.

Es ist übrigens nicht der auch angekündigte Sparrow 2 / Sparrow City, welcher über einen stärkeren 350 Watt Motor, usw. verfügen soll. Ich vermute, dass dieser als Nächstes angekündigt wird.

Was mir noch aufgefallen ist und wie man den Änderungen entnehmen kann, ist es scheinbar ein Problem, wenn man ein Bremslicht hat. Vermutlich wird man so ein Bremslicht dann auch nicht mehr bei anderen E-Scootern vorfinden, was ich sehr schade finde, da es doch eine sinnvolle Funktion (genau wie Blinker, welche wohl auch problematisch sind) darstellt.

Wer darf den Sparrow-Legal fahren?

Um den IO Hawk Sparrow-Legal fahren zu dürfen, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein.
  2. Es wird eine Haftpflichtversicherung für den E-Scooter benötigt.

E-Scooter dürfen nur auf Fahrradwegen und sofern dieser nicht vorhanden ist, auf der Straße gefahren werden. Das Fahren auf Gehwegen ist generell nicht erlaubt. Eine Helmpflicht besteht nicht, ein Helm ist aber aus Sicherheitsgründen sehr empfehlenswert.

Was ist mit Käufern, die bereits den IO Hawk Sparrow gekauft haben?

Käufer, die bereits den Sparrow der ersten Generation gekauft haben, also den ohne Straßenzulassung, haben zwei Möglichkeiten:

  1. Käufer können ihren alten Sparrow gegen einen komplett neuen Sparrow-Legal eintauschen und zahlen dafür 350 Euro. Dafür bekommt man dann auch wieder die komplette Gewährleistung von zwei Jahren. Es ist also so, als ob man den Sparrow-Legal ganz normal neu kaufen würde.
  2. Alternativ kann man seinen alten Sparrow gegen ein B-Ware Sparrow-Legal. Das sind Scooter mit kleinen Mängeln, wie Kratzern, etc. Wer das möchte, muss die Option „Upgrade-Kit“ wählen und zahlt dafür 179 Euro.

In beiden Fällen müsst ihr aber euren alten Sparrow einsenden.

Wie ist eure Meinung zum Sparrow-Legal? Kaufen?

Mich würde eure Meinung zum Sparrow-Legal interessieren. Werdet ihr ihn euch kaufen, oder doch lieber zum etwas teureren Exit-Cross greifen? Oder vielleicht doch ein ganz anderer Scooter? Ich bin auf eure Meinungen gespannt.

IO Hawk E-Scooter mit Straßenzulassung in 2019: Exit-Cross, Sparrow mit Upgrade-Kit, Sparrow 2/Sparrow City

IO Hawk ist einer der führenden Hersteller für E-Scooter und Hoverboards. Pünktlich zur Legalisierung der E-Scooter wird es auch von IO Hawk entsprechende Modelle im Angebot geben, welche jetzt bereits vorbestellt werden können. Der IO Hawk Geschäftsführer Sascha Arndt hat in einem Interview eine Aussicht auf die möglichen E-Scooter mit Straßenzulassung in 2019 gegeben und häufige Fragen der Nutzer beantwortet. Das komplette 37-minütige Interview könnt ihr euch in dem Video anschauen. Wer nicht die Zeit hat, findet hier eine Zusammenfassung des Interviews.

Was sind die Neuerungen beim IO Hawk Exit-Cross?

  • Der IO Hawk Exit-Cross hat einen leistungsstarken 500 Watt 48V Motor
  • Doppelte Federung vorne und hinten (Vollfederung)
  • Man kann auch auf unebenen Boden fahren, z. B. am Strand oder auf Waldwegen
  • vom Bürgersteig runterzufahren, ist gar kein Problem
  • Gerade bei Kurvenfahrten soll der Exit-Cross viel besser zu fahren sein, da man einen viel besseren Grip auf der Straße hat
  • Das derzeitige Gewicht ist 19,8 kg, man will es aber in zukünftigen Modellen/Updates weiter reduzieren auf vielleicht 15 kg. Man versucht verschiedene Materialien, um das Ziel zu erreichen.
  • Reichweite mit der Standard-Batterie ca. 30 km, mit optional erhältlicher größerer Batterie ca. 48 km (Aufpreis 100 Euro)
  • Der Akku lässt sich mit Fast-Charging Technologie laden
  • Der Akku ist beim Exit-Cross austauschbar. Es werden hochwertige LG-Akkus integriert. Man kann auch den größeren Akku nachkaufen.
  • Für den E-Scooter wird man auch Ersatzteile nachkaufen können.
  • Max. Fahrergewicht: 115 kg (CEO spricht auch später von 120 kg Belastbarkeit im Interview)
  • Vollaluminium Chassis
  • Breitere Trittfläche von 22 cm lässt paralleles Stellen der Füße zu Beim Sparrow ist das Trittboard nicht so breit, man steht nicht so sicher darauf.
  • Der Exit-Cross ist auch für Frauen sehr gut geeignet, da man sich sehr sicher darauf fühlt, wie man durch Aussagen von Fahrerinnen erfahren hat
  • Blinker sind integriert. Blinker beim E-Scooter sind keine Pflicht, aber wesentlich einfacher als das vorgeschriebene Handzeichen geben, da man so z. B. beim Rechtsabbiegen auch nicht den Finger vom Beschleunigungshebel nehmen muss.
  • Es ist keine Klingel verbaut, sondern eine richtig Hupe
  • Der E-Scooter geht jetzt in die TÜV-Vorprüfung, so dass er rechtzeitig verfügbar ist, sobald die E-Scooter eine Straßenzulassung in Deutschland bekommen (vielleicht ab 16./17. Mai 2019)
  • Zwei voneinander unabhängige Bremsen mit Bremshebeln am Lenker
  • Der Exit-Cross wird ca. 1.100 Euro kosten
  • wer bis 14. April 2019 vorbestellt, spart 200 Euro

Nachfolger vom IO Hawk Sparrow: Sparrow 2/Sparrow City

  • Man arbeitet derzeit auch an einem neuen Konzept mit dem Namen “Sparrow City”
  • Dieser E-Scooter wird einen 350 Watt Motor haben
  • Der Scooter ist so gut wie fertig
  • Er wird eine Federung hinten haben (der derzeitige Sparrow dagegen hat gar keine Federung)
  • Der Nachfolger vom Sparrow wird am 10. April fertig sein und geht dann auch in die TÜV-Prüfung (drei E-Scooter gehen in die Prüfung)
  • Der Sparrow 2 oder Sparrow City, man weiß noch nicht genau wie man ihn nennen wird, wird vermutlich ca. 100 Euro teurer sein als der bisherige Sparrow, also ca. 699 Euro oder 649 Euro.
  • Man überlegt auch, ob man größere Batteriekapazitäten verbaut
  • Es wurden einige Sachen verbessert, z. B. verbesserter Klappmechanismus, besseres Material
  • Sparrow City wird schon komplett fertig mit Straßenzulassung geliefert, genauso wie der derzeitige Sparrow (das Upgrade-Kit ist nur für die Kunden, die den Sparrow früher gekauft haben)
  • Exit-Cross und Sparrow Upgrade werden voraussichtlich die ersten sein, die in die TÜV-Prüfung gehen

Allgemeine Aussagen zur aktuellen Situation bei IO Hawk und der geplanten Straßenzulassung der E-Scooter in 2019

  • Man rechnet mit keinen Absatzschwierigkeiten, eher im Gegenteil rechnet man mit hoher Nachfrage, weit über 10.000 E-Scooter innerhalb der ersten Monate
  • Man sourct schon aus in weitere Fabriken, um die Nachfrage bedienen zu können
  • Wer mit E-Scooter erwischt wird, zahlt 70 Euro Strafe und bekommt 1 Punkt in Flensburg
  • Alle E-Scooter werden eine maximale Geschwindigkeit von 20 km/h haben, der Exit-Cross wird aber deutlich schneller beschleunigen und schneller Steigungen hochfahren können, da er im Vergleich zum Sparrow den stärkeren Motor hat
  • Für kleinere Strecken, wie die letzte Meile, 2–3 km in der Stadt, empfiehlt man weiterhin den Sparrow
  • Will man aber auch im Winter, bei Matsch und Schnee usw. fahren, dann ist der Exit-Cross empfehlenswerter
  • wer will, kann den E-Scooter vor Ort in Moers testen
  • Man versucht zudem einzelne Servicepartner zu akquirieren, in München, in Hamburg, usw.
  • Die Nachfrage nach Scootern ist sehr hoch, eine McKinsey-Studie sagt zwischen 187 TSD bis 550 TSD Scooter allein auf deutschen Straßen pro Monat, wenn man von einer Marktsättigung von einem Jahr ausgeht
  • Man sieht es auch in anderen Großstädten, wie Los Angeles, wo es eine ähnlich hohe Nachfrage gibt
  • Selbst in Parkhäusern gibt es in anderen Ländern Abstellmöglichkeiten für Scooter mit Lademöglichkeit
  • Asiatische Partner können es immer gar nicht glauben, wenn sie hören, dass es das in Deutschland nicht gibt

Scooter-Schloss & Tragegurt

  • Man hat ein neues Schlosssystem entwickelt, welches leicht ist und sich am Scooter anbringen lässt
  • Ideal, um z. B. den E-Scooter zum Einkaufen zu nutzen und ihn abschließen zu können
  • Das Schloss wiegt 860 Gramm
  • Es sind zwei Schlüssel im Lieferumfang enthalten
  • Halterung lässt sich an der Lenkstange befestigen
  • Schultergürtel ist beim Exit-Cross dabei, für den Sparrow wird es separat angeboten werden
  • Der Schultergurt ist ideal, um den E-Scooter zu tragen

Geplante Gewichtsreduzierung der E-Scooter

  • Man will in Zukunft das Gewicht auch vom Exit-Cross reduzieren
  • Es gibt High-Tech-Materialien, wie z. B. Carbon, welches genutzt werden könnte
  • Der Preis darf aber nicht zu teuer werden, so um die 1.000 Euro, da es ab 1.600 Euro bereits eine Vespa gibt
  • Die Upgrades werden vermutlich peu a peu in den E-Scooter integriert

Häufig gestellte Fragen von Nutzern der IO Hawk E-Scooter

Warum eine Nummernschildhalterung und kein auffklebbares Nummernschild?

Der erste Referentenentwurf forderte eine Nummernschildhalterung, der zweite einen Aufkleber. Man wird aber vermutlich trotzdem den Kennzeichenhalter belassen, da er gerade ist und sich so auch ein Aufkleber besser aufbringen lässt und besser zu lesen ist, als wenn es rund wäre. Das Kennzeichen muss aus 8 m Entfernung lesbar sein und wenn es rund auf dem Schutzschild angebracht wäre, kann es schwerer sein es zu lesen

Gibt es die Möglichkeit die Geschwindigkeit zu erhöhen, wenn man auf Privatgelände ist?

Nein, die 20 km/h sind die Höchstgeschwindigkeit. Es gäbe ansonsten Probleme mit der Zulassung, was man auf jeden Fall vermeiden will.

Was ist das zulässige Gesamtgewicht?

Hier gibt der Geschäftsführer ein Fahrergewicht von 120 kg als möglich an. Eigentlich könnte man auch noch etwas höher, aber man gibt es mit 120 kg an.

Wenn man vorbestellt, bekommt man den E-Scooter dann mit ABE Plakette?

Ja, er wird erst ausgeliefert, sobald es erlaubt ist. Die ABE Plakette ist dann bereits im Lieferumfang enthalten.

Wie schwer wird der Exit-Cross sein?

Der Exit-Cross wiegt 19,8 kg. Vielleicht auch noch etwas weniger. Es ist kein Plastik verbaut, sondern nur Aluminium. Der Exit-Cross ist qualitativ hochwertiger als der Sparrow.

Was ist mit Kunden, die sich vor 12 Monaten einen Trax E-Scooter gekauft haben? Lässt sich dieser versichern?

Das ist problematisch. Alle alten E-Scooter sind nicht upgradefähig, da sie alle mehr als 20 km/h pro Stunde fahren. Es lässt sich auch kein Kennzeichenhalter anbringen. Leider wird es da kein Upgrade-Kit geben. Das Problem gibt es aber bei so gut wie allen anderen Herstellern.

Was ist, wenn die Straßenzulassung für E-Scooter doch nicht durchgehen sollte?

Der Verkehrsminister Scheuer hat den Referentenentwurf bestätigt. Sollte es allerdings keine Zulassung für die E-Scooter geben, würden die Kunden auch ihr Geld zurück bekommen. Aber aufgrund der Vorprüfung könnte man auch noch Änderungen durchführen und nachbessern. Das Schlimmste, was passieren kann, würde sein, dass der Käufer noch mal warten müsste. Aber man glaubt, dass man trotzdem mit zu den ersten gehört, bei denen es eine Straßenzulassung geben wird, da die E-Scooter bereits fertig konstruiert sind.

Meine Meinung zu den IO Hawk Neuigkeiten

Der Exit-Cross ist sicherlich ein cooler E-Scooter, welcher auch für schwerere Personen geeignet ist. Andere E-Scooter haben häufig eine geringere Belastbarkeit und eignen sich daher leider nicht für schwere Fahrer. Doch auch das Gesamtkonzept kann mich überzeugen.

Lediglich das Gewicht von 19,8 kg beim Exit-Cross ist etwas hoch. Hier wäre zu wünschen, dass der E-Scooter in der nächsten Version leichter wird, ohne bei seiner Stabilität einzubüßen. Ich frage mich auch, ob es mit dem großen Kennzeichen erlaubt sein wird, diesen in Bahn und Bus mitzunehmen. Ich habe da noch meine Zweifel. Wie auch im Interview angegeben, verlangt der Referentenentwurf ja lediglich ein Klebekennzeichen, welches auch wesentlich unaufdringlicher ist. Aber das wird man vermutlich einfach abwarten müssen.

Auch hat der IO Hawk Exit-Cross eine Hupe. Ich bin mir nicht sicher, ob das erlaubt ist. Bei Fahrrädern und Pedelecs ist es z. B. gar nicht erlaubt. Hier sind lediglich normale Klingeln erlaubt.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mir einen Exit-Cross bestellen sollte, oder ob ich noch ein wenig abwarte und schaue, wie sich der Markt entwickelt.

Wie ist eure Meinung zum Exit-Cross? Werdet ihr ihn kaufen oder wie sind eure Pläne?